Saures Wasser?

Von den Verfechtern des sogenannten basischen Wassers und oft in der Ernährungsberatung wird gegen das Wasser aus Umkehrosmose-Filtern das Argument vorgebracht, letzteres sei sauer und deshalb für den Körper des Menschen schädlich.

Ist dieses Argument wirklich stichhaltig? Was für Säure ist es, die im Wasser aus Umkehrosmose-Filtern nachgewiesen wird?

In chemisch reinem Wasser ist immer ein Teil der Moleküle dissoziiert, d.h. zerfallen in das H+-Ion (sauer) und das OH–Ion (basisch). Rechnerisch gleichen sich beide Anteile aus, das Wasser reagiert chemisch neutral (pH 7). Wegen der höheren Beweglichkeit der H+-Ionen reagieren diese leichter mit Meßmedien als die OH–Ionen. So ist das chemisch reine Wasser scheinbar sauer, weil die Meßmedien (pH-Tester) Säure anzeigen zwischen pH 5 und pH 6,5.
pH wasser

Alles Wasser, das weniger als etwa 20 mg/L Mineralien enthält, erscheint deshalb sauer. Wasser aus einem Umkehrosmose-Filter liegt oft in diesem Bereich, abhängig von der Zusammensetzung des gefilterten Rohwassers. Bei höherem Mineralgehalt verschwindet diese scheinbare Säure, das Wasser erscheint in der Messung neutral bis basisch, manchmal auch wirklich sauer. Letzteres ist als Mineralwasser dann ein „Säuerling“. Das hängt von der chemischen Zusammensetzung des Wassers ab, wie viel Kalk und Magnesium, aber auch wie viel Schwefelsäure oder Kohlensäure enthalten ist.

Auch das Wasser aus einem Umkehrosmose-Filter kann einen Mineralgehalt zwischen 30 mg/L und 100 mg/L haben. Das ist der Fall, wenn das Rohwasser sehr mineralreich ist oder die Filtermembran durch Alterung etwas durchlässig geworden ist. Dann erscheint dieses Wasser für die pH-Messung als chemisch neutral.

Bei modernen Umkehrosmose-Filtern kann man als letzte Stufe einen Nachfilter einsetzen, der eine kleine Menge Mineralien in das gefilterte Wasser abgibt. Das Wasser fließt dann z.B. durch spezielle Kalkalgen. So hat man immer einen Mineralgehalt um 60 mg/L im gefilterten Wasser.

Für die Pflege der Gesundheit ist es von Bedeutung, daß der Mineralgehalt des Trinkwassers unter 100 mg/L liegt. Optimal ist da ein Mineralgehalt bei 10 mg/L, wie das auch für wirklich sauberes Regenwasser der Fall ist. Denn je weniger Mineralien das Trinkwasser enthält, um so besser reinigt es den Körper von Schadstoffen und Schlacken.

Wenn einem Menschen so reines Wasser „sauer“ oder „metallisch“ schmeckt, dann kommt das von Belastungen im Mund dieses Menschen, die das reine Wasser löst und damit den Geschmacksnerven in der Zunge zugänglich macht.

Auch bei Wikipedia („PH Wert“ S.6 3. Zeile von oben, am 24.04.2017) findet sich die Aussage, daß der pH-Wert eines reinen Wassers, gar eines destillierten Wassers für Pflanze, Mensch und Tier bedeutungslos ist, da dieser eben „nicht gepuffert“ ist (so nennt der Chemiker das), also wegen der geringen Menge an Säure oder Base völlig zu vernachlässigen ist.

Ein Kommentar zu “Saures Wasser?

  1. Hans-Joachim Schoßmeier am :

    Wir, als die Firma iTS individuelle Trinkwasser – Systeme, verwenden und setzen Produkte von Pleroma mit ein. Die Umkehrosmoseanlagen bauen wir selbst, nach Kunden Wunsch, denn bei uns ist der Kunde König und hat das letzte Wort. Das ist ein großer Vorteil um auch zufriedene Kunden zu haben, die uns in der Zukunft weiter empfehlen. Es macht uns auch riesigen Spaß, so gebraucht zu werden und das richtige Endprodukt zu liefern. Am 30. April ist ein Vortrag über Wasser mit Herrn Dr. Gotthard Stielow der dafür aus Schweden kommt geplant. Genaue Daten dazu, werden wir in den nächsten Tagen bekannt geben. Mit freundlichen grüßen Hans-Joachim Schoßmeier. http://www.its-wasser.de

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